Umwelt entlasten - Gesundheit schonen

Warum die richtige Wahl der Reinigungsmittel wichtig ist

17.08.2020

Verwendung von ökologischen Reinigungsmitteln für die Unterhaltsreinigung und Haushaltreinigung


Jedes Jahr geben die Deutschen etwa 1 Milliarde Euro für Reinigungsmittel aus. Studien haben gezeigt, dass oftmals mehr Reinigungsmittel verwendet wird als überhaupt nötig. Vor allem in der Unterhaltsreinigung oder Haushaltsreinigung gibt es eine Reihe von ökologischen Reinigungsalternativen. Wer ein paar Regel zur richtigen Verwendung von Reinigungsmitteln beachtet, schützt die Umwelt und minimiert das Gesundheitsrisiko.


Jeder kennt sie: Glanzreiniger, Backofenspray oder Fensterreiniger für garantiert schlierenfreies Putzen. Die Palette an vermeintlich magischen Reinigungsmitteln ist groß und teilweise überflüssig. Grundsätzlich gilt, je spezieller ein Reinigungsmittel ist, desto schädlicher ist es auch. Für die effektive Reinigung der meisten Räumlichkeiten reichen schon vier Reinigungsmittel, die jeder bei sich rum stehen hat: Für Böden und Arbeitsflächen genügt ein milder Allzweckreiniger, gegen hartnäckige Verschmutzungen hilft Haushaltssoda aus der Apotheke, Fenster strahlen mit Spülmittel und einem Spritzer Essig und für den Sanitärbereich reicht die allseits Zitronensäure vollkommen aus. 


Weniger ist mehr


Bei aller Vorsicht und Rücksichtnahme auf die Umwelt gehört aber auch die Erkenntnis dazu, dass eine Reinigung ohne die Umwelt zu belasten, nahezu unmöglich ist. Schließlich enthalten alle Reinigungsprodukte Chemikalien, die letztlich ins Abwasser gelangen und damit im Endeffekt auch wieder den Weg zurück zu uns bzw. in unsere Körper finden. Dennoch: Ein verwantwortungsvoller und umweltbewusster Umgang mit Reinigungsmitteln kann maßgeblich dazu beitragen, die Belastung von Mensch und Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Für die Dosierung gilt: Viel bringt nicht viel. Ein paar wenige Spritzer für mehrere Liter Wasser reichen oft schon aus. Wer viel Reinigungsmittel verwendet kann sich zwar kurzfristig über mehr Schaum und Duft erfreuen, aber für die Reinigung der Oberflächen bringt es nichts. Im Gegenteil: Wenn Putzmittel zu stark schäumen, verdichten sich Tenside an der Oberfläche und reduzieren damit die Fettlösekraft. Hierzu sind Dosieranleitungen der Hersteller zu beachten. Grundsätzlich gilt die Faustregel, Reinigungsmittel sollten immer erst am Ende zugegeben werden. Ökologische und damit biologisch abbaubare Reinigungsprodukte enthalten keine Farb-, Duft- oder Konsiverungsstoffe. Im Übrigen ist darauf zu achten, dass sie phosphat-, bleichemittel- und lösungsmittelfrei sind.  


Unser Engagement für Umwelt und Gesundheit


Gemäß unserer eigenen Richtlinien für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit setzten wir ausschließlich auf ökologische Reinigungsmittel. Vor allem in der Unterhaltsreinigung von z.B. Büros, Praxen, Kindergärten, Schulen, Kranken- oder Pflegehäuser kommen unsere ökologischen Putzmittel, die mit dem europäischen Umweltzeichen der Euroblume und/oder dem blauen Engel versehen sind, zum Einsatz. Darüber hinaus setzten wir nicht auf mulitfunktionalle Reinigungsmittel, die angeblich alles können. Vor allem nicht auf die, die eine antibakterielle Wirkung haben. Zwar sind sie für den Verbraucher auf den ersten Blick die bessere Wahl, weil sie vermeintlich effektiver sind, jedoch lassen die allermeisten dabei außer Acht, dass die darin enthaltenen Biogifte, wie Triclosan, für den Menschen nützliche Bakterien abtöten und die Hautflora schädigen, wodurch in letzter Konsequenz sogar noch mehr Schadstoffe und Krankheitserreger in den Körper gelangen. Triclosan steht darüber hinaus im Verdacht Allergien auszulösen und zur Bildung von Antibiotikaseistenzen beizutragen. Um bei Bedarf bakteriellen Verschmutzungen dennoch effektiv entgegentreten zu können, stehen uns dafür eigens entsprechende Desinfektionsmittel zur Verügung - ohne Triclosan. 


Allgemeine Hinweise zum nachhaltigen und umweltbewussten Umgang mit Reinigungsmitteln


  • Fetthaltigen Verschmutzungen lassen sich gut mit Haushaltssoda aus der Drogerie oder Apotheke entfernen.
  • Mikrofasertücher nehmen Schmutz sehr gut auf. Ergo braucht man weniger Putzmittel.
  • Statt gleich zu chemischen Abflussreinigern zu greifen, lassen sich verstopfte Abflüsse oftmals auch sehr gut mechanisch befreien, etwa durch den Einsatz von Saugpumpen oder geeigneten Spiralen.
  • Für viele ökologische Reinigungsmittel gibt es Nachfüllmöglichkeiten. Dadurch lassen sich Kosten und Verpackungsmaterial einsparen.
  • Besonders umwelt- und gesundheitsschädliche Reinigungsmittel erkennt man an einem schwarzes X  (Gefahrensymbol für ätzende Stoffe).
  • Duft- und Beckensteine in der Toilette belasten das Abwasser.
  • Raumsprays haben nur einen temporären Nutzen. Bei unangenehmen Gerüchen ist das beste Mittel immer noch das Lüften.
  • Um Kalkflecken zu vermeiden sollten die Fliesen, Duschwände und -türen nach dem Duschen oder Baden mit einem Tuch oder Abzieher getrocknet werden.


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